Pressemitteilung vom 23.01.2020

Unternehmer Rat Hagen fordert auch weiterhin eine strategische Ansiedlungspolitik von Unternehmen

Die gebremste wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und der Ausstieg aus der Kohleverstromung stellen neue Herausforderungen an Politik und Wirtschaft. Die Kosten der Förderung sind immens, die der Staat den betroffenen Regionen vor allem im Osten und in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stellt, um neue alternative Wirtschaftszweige entstehen zu lassen. Eine große Chance für die Regionen, sich neu aufzustellen.

Doch nicht nur in den vom Kohleausstieg betroffenen Gebieten, sondern auch in Hagen, der Stadt der Stahlverarbeitung und der Automobilzulieferanten, sind deutliche Bremsspuren der wirtschaftlichen Entwicklung festzustellen. Die Förderung der Kohleregionen bringt eine wirtschaftliche Ungleichbehandlung anderer Kommunen mit sich. Zusätzlich stellt auch die hohe steuerliche Belastung eine Benachteiligung Hagener Unternehmen dar.

Um den Standort Hagen zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen, fordert der Unternehmer Rat Hagen eine klare Strategie für eine Ansiedlungspolitik neuer Zukunftsbranchen in Hagen und eine Absicherung der bestehenden Unternehmen. Im letzten Jahr lag die Arbeitslosenquote in Hagen bei 10 Prozent, während die Zahl im gesamten Bundesgebiet um die 5 Prozent betrug. 2019 gab es im Jahresdurchschnitt 10.049 Arbeitslose in Hagen, das sind 8 Prozent mehr als im Vorjahr 2018. Um diese Entwicklung umzukehren, ist die Politik gefordert, in Hagen eine zukunftsfähige Ansiedlungspolitik zum Wohle der Stadt zu gestalten. Da reicht der ISEK-Prozess nicht aus. Nachbarstädte haben das schon längst erkannt und handeln dementsprechend. „Wir brauchen auch in Hagen eine Aufbruchstimmung zum Thema Stadtentwicklung – insbesondere im Bereich der Wirtschaft. Wir sind derzeit nicht auf der Überholspur, sondern eher auf dem Standstreifen“, betont Winfried Bahn, Sprecher des Unternehmer Rat Hagen. Für Forschungsunternehmen könnte Hagen ein idealer Standort sein. „Schön wäre es, wenn Hagen irgendwann die Stadt der Forschung wäre“, so Winfried Bahn.